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Inhaltsverzeichnis
Bunkai / GoshinTrainingsinhaltIn diesen Trainingseinheiten befassen wir uns intensiv mit der realistischen Anwendung der Techniken und Prinzipien aus den Kata und trainieren dies mit einem oder mehreren Parnter/n. Den Schülern wird außerdem vermittelt, wie eine Kata analysiert werden kann, um eigene Interpretationen einer Kata zu ermöglichen. In den Kata sind grundlegende Prinzipien der Kraftübertragung, taktische Überlegungen und natürlich die Selbstverteidigungstechniken an sich enthalten - überwiegend in Form von stilisierten oder besonders hervorgehobenen Bewegungen. Diese müssen funktional korrekt interpretiert und mit einem oder mehreren Partner/n geübt werden, um sie im Selbstverteidigungsfall und somit unter Stress anwenden zu können. Um dies möglichst realitätsnah üben zu können, werden unter anderem in Situations- und Rollentrainings verschiedene Angriffssituation simuliert. Der Verteidiger trainiert dabei Techniken und Prinzipien, die aus der Analyse von Kata gewonnen werden können. Im fortgeschrittenen Stadium kommen Übungen zur Stressbewältigung, Verteidigungsmöglichkeiten in der Bodenlage, die Abwehr von bewaffneten Angreifern, sowie die Verteidigung gegen mehrere Angreifer hinzu. Schlagtraining an Pratzen und Schlagkissen runden das Training ab. Somit ist klar, dass richtiges Bunkai-Training unweigerlich zugleich auch realistisches Selbstverteidungstraining ist! Im japanischen wird der Begriff „Goshin“ verwendet, der mit „Selbstverteidigung“ übersetzt werden kann. In letzter Zeit wird im Deutschen Karateverband wieder verstärkt Selbstverteidigungstraining - häufig abgekürzt mit „SV“ - angeboten. Viele Leute die mit dem Karate beginnen tun dies mit dem Ziel, zu lernen, wie sie sich im Notfall verteidigen können. Mit rein sportlich geprägtem Karatetraining kann diese Ziel nur bedingt erreicht werden. Vielmehr ist hierfür die realistische Anwendung der Karatetechniken, wie sie uns durch die Jahrhunderte in den Kata weitergegeben wurden, erforderlich. Das Bunkai- und Goshin-Training im UKD orientiert sich zu großen Teilen an der Lehre des britischen Bunkai- und SV-Spezialisten Iain Abernethy. Näheres über Iain gibt´s auf seiner Homepage http://www.iainabernethy.co.uk/ Voraussetzungen zur TrainingsteilnahmeGrundsätzlich ist die Mitgliedschaft im UKD-Stuttgart e.V. erforderlich. Die Teilnahme am Training ist frühestens nach erfolgter Prüfung zum 8. Kyu (Gelbgurt) möglich, da dann ein grundsätzliches Repertoire an Techniken und grundsätzliche motorische Fähigkeiten vorhanden sind, die beim Bunkai-/Goshin-Training erforderlich sind sowie ein grundlegendes Verständnis von Kata und deren Bedeutung im Karate. Ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin sollte mindestens 16 Jahre als sein. Zunächst ist eine Teilnahme nur montags von 18:30 - 20:00 Uhr möglich! Grund hierfür ist, dass ich mir als Trainer zunächst ein Bild über den Teilnehmer/die Teilnehmerin machen möchte und ihn oder sie etwas besser kennen lernen möchte, denn die Anwendungen der Katas beinhalten Techniken und Prinzipien, die bei missbräuchlicher Anwendung großes Unheil anrichten können. Diese „Waffen“ dürfen möglichst nicht in die Hände von Leuten gelangen, die nicht über die erforderliche Reife und Ernsthaftigkeit für den Umgang hiermit verfügen! Eine Teilnahme an einer weiteren Trainingseinheit Bunkai-/Goshin Freitags von 19:30 - 21:00 bzw. 21:15 Uhr ist nur auf Einladung des Trainers möglich. Voraussetzung hierfür ist die möglichst regelmäßige Teilnahme am Training montags über einen gewissen Zeitraum aus o. g. Gründen. Um dies große Bandbreite des Bunkai-/Goshin zu vermitteln, wird jeweils ein Thema über einen Zeitraum von mehreren Wochen bzw. Monaten schwerpunktmäßig trainiert. Ein Einstieg ins Bunkai-/Goshin-Training ist jeweils nur zu Beginn eines Schwerpunktthemas möglich! Aktuelles Schwerpunktthema: Bunkai der Kata Naihanchi (entspricht Tekki 1 - 3) ⇒ Beginn: Seit Oktober 2011 Nächstes Schwerpunktthema: Einstieg in Bunkai der Kata Naihanchi (entspricht Tekki 1 - 3) ⇒ Beginn: Montag, 27. Februar 2012 Weil Karate eine Kampfkunst ist und weil vor allem beim Bunkai-/Goshin-Training überwiegend Techniken vermittelt werden, bei deren Anwendung man einen anderen Menschen unter Umständen schwer verletzen kann, sind mir als Trainer die folgenden Eigenschaften bzw. Wertvorstellungen wichtig, die ein Teilnehmer haben muss. Insbesondere während des Trainings ist mir die Einhaltung dieser Punkte wichtig, da hierdurch das Verletzungsrisiko minimiert wird: VerantwortungsbewußtseinWer eine Kampfkunst wie Karate erlernt und betreibt, muss mit dieser Kunst verantwortungsvoll umgehen und darf sie nicht leichtfertig oder gar zum Schaden anderer Menschen anwenden. Ein Kampfkünstler trägt durch seine besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten eine gesellschaftliche Verantwortung für seine Mitmenschen, die über diese Fähigkeiten mitunter nicht verfügen. Diese Verantwortung gilt selbstverständlich auch gegenüber den Trainingspartnern. RespektDer allgemein übliche respektvolle Umgang mit dem Trainer und den Trainingspartnern ist wichtig. Hierzu gehört auch ein respektvoller Umgang mit dem Karate an sich. Zurückhaltung/RücksichtnahmeBeim Training mit einem schwächeren Trainingspartner nutzt der Stärkere seine Überlegenheit nicht zum körperlichen Schaden des Schwächeren aus. Dies gilt auch in entgegengesetzter Richtung. So greift der Schwächere nicht mit unangemessener Härte oder Rücksichtslosigkeit an. Ich möchte, dass in der Trainingsgruppe ein freundschaftlicher Umgang herrscht und mit angemessenem Respekt und der notwendigen Vorsicht miteinander Trainiert wird. Neue Trainingsteilnhmer stehen unter meiner Beobachtung. Nachdem ich mir ein Bild von ihnen gemacht habe, nehme ich mir die Freiheit, zu entscheiden, ob sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen und weiterhin unterwiesen werden. Deshalb werden Stockkampftechniken frühestens ab dem 5. Kyu (Blaugurt) und Messerkampftechniken erst ab dem 3. Kyu (Braungurt) vermittelt. Abweichungen von dieser Regel sind bei entsprechendem Vertrauensverhältnis möglich. Neue Trainingsteilnehmer erhalten zu Beginn ein Einführungsgespräch, bei dem sie über das oben aufgeführte informiert werden. Diese Vorkehrungen halte ich für erforderlich, um dafür Sorge zu tragen, dass ich Karate möglichst an solche Menschen weitergebe, die mit der entsprechenden Sorgfalt damit umgehen. Außerdem dienen diese Vorkehrungen dem Schutz aller Trainingsteilnehmer sowie dem Schutz der Gesellschaft. — Nicolas Hofele 2010/01/25 15:55 Bunkai / SV - Montag
Bunkai- und SV-Prüfungsvorbereitung / Stockkampf - Freitag
Bunkai / Goshin - Freitag
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