Lehrgangsbericht vom 4. Stuttgarter Kata-Tag
Mit 250 Teilnehmern ein neuer Rekord!
Am 20.03.2010 veranstaltete der UKD die vierte Auflage des großen Stuttgarter Kata-Tags. Der Lehrgang bot die Gelegenheit 12 Kata aus drei verschiedenen Stilrichtungen (Shotokan, Shito-Ryu, Gojo-Ryu) zu erlernen, zu vertiefen und anzuwenden. Es waren Kata für die Anfänger (H. Shodan, H. Nidan) und Unterstufe (H. Yondan) dabei, aber auch die Mittelstufe (Bassai Dai, Empi, Jion, Kanku-Dai, Saifa) und hohe Dangrade (Sanchin, Hangetsu, Meikyo, Unsu) kamen auf Ihre Kosten. Die Kata wurden von den vier Kata-Tag erfahrenen Trainern Udo Boppré, Marco Ennemoser, Walter Gomm und Andreas Ginger vermittelt. Schon zwei Stunden vor dem Event wurde langsam klar, dass die Teilnehmerzahlen so hoch wie nie zuvor in der vierjährigen Geschichte des Kata-Tags werden würden! Am Eingang gab es kleine Schlangen und der Strom immer neuer Teilnehmer wollte auch bis knapp vor Lehrgangsbeginn nicht abbrechen. Während der Einheiten wurde es teilweise sogar etwas eng in jedem Hallendrittel, aber dennoch waren die Teilnehmer hoch begeistert, mit so vielen anderen Gleichgesinnten zu trainieren. Die Erwärmung am Anfang durch Andreas Ginger stand ganz im Zeichen der Koordination. Hände, Arme, und Beine waren in verschiedenen Bewegungen zueinander gefragt - eine Herausforderung für jedes Gehirn, die zu Beginn des Lehrgangs noch sehr gut gemeistert wurde. Die erste Einheit befasste sich mit der Unsu; hier tummelten sich mit Abstand die meisten Karateka. Viele wollten bei Marco Ennemoser die höchste Shotokan-Kata erlernen und nach einer Stunde war bei den meisten der Ablauf auch drin. Hier wünschten sich einige eine weitere Einheit, um das eben gelernte noch weiter zu vertiefen und zu wiederholen. Diesen Vorschlag nehmen wir für nächstes Jahr gerne auf! Im zweiten Block hatte Udo Boppré mit der Kata Meikyo die meisten Karateka unter sich. Er hatte sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, die Kata in ihrem Ablauf an den Mann/Frau zu bringen. Nachdem diese Kata allerdings nicht sehr lang ist, fokussierte er sich dabei noch besonders auf die Sprünge. Neben dem Ablauf war dann der Sprung das große Highlight dieser Einheit. In der Mittagspause wurde bei Kaffee, Kuchen, Brötchen und Saiten gequatscht, geplaudert, gefachsimpelt und _geprüft_. Auch in diesem Jahr hatten in der Mittagspause die Kyu-Prüflinge nicht allzuviel Zeit für Erholung und Regeneration. Sie waren in ihren Shotokan-Prüfungen gleich wieder zu 100% gefordert. Die fünf neuen Gelbgurte, die drei neuen Grüngurte, der neue Braungurt, sowie der neue 1. Kyu haben durchschnittliche bis sehr gute Leistungen gezeigt. Während bei den Anfängern das Potential und die Aufregung erkennbar waren, nutzten die Mittel- und Oberstufe sich sehr gut vorbereitet zu präsentieren. Herzlichen Glückwunsch den Prüflingen! Um kurz vor drei begannen die beiden Nachmittagseinheiten. Hier stand kurz nach der Mittagspause die Kata Passai bei Andreas Ginger im Mittelpunkt. Während viele Shotokan-Karateka die Bassai-Dai bereits kannten, ist die Shito-Ryu Variante den Shotokanlern weniger vertraut. Um hier den Horizont zu erweitern, knüpfte Andreas an die Bassai-Dai von Walter Gomm in der Einheit davor an und machte die Unterschiede beider Varianten deutlich. Neben dem reinen Ablauf, zeigte er auch verschiedene Bunkai-Varianten der Kata, die auch im Shotokan-Stil gezeigt werden können, da sich die Kata etwas, die Anwendungen aber weniger unterscheiden. Vor dem finalen Abwärmen hatte noch Walter mit der Jion volles Haus. In dieser Einheit setzte er den Ablauf der Kata voraus und beschränkte sich auf einzelne Passagen der Kata. Diese wurden vertieft geübt und ebenfalls im Bunkai angewendet. Fast pünktlich endete der Lehrgang um viertel nach fünf mit individuellem Abwärmen. Weitgereiste Gäste nahmen noch einen Schluck Kaffee mit auf die Fahrt und so langsam entfernten sich die Hunderte. Den inoffiziellen Ausklang fand der Lehrgang dann im Columbus, wo Trainer, Helfer und hungrige Karateka sich willenlos den köstlichen Burgern hingaben. Wir haben uns sehr über die große Teilnahme gefreut und freuen uns auf Euch im nächsten Jahr! |