Dan-Prüfung in Gundelfingen am 05.07.2008
Die Prüfung war für Samstag morgen 10 Uhr vorgesehen. Um entspannt antreten zu können, reisten die Kandidaten bereits am Freitag Abend an und nächtigten in dem beschaulichen Heuweiler. Ausgeruht, munter und ein klein-bisschen nervös machten sie sich am Morgen in die Nachbargemeinde Gundelfingen auf. Dort fand die Prüfung im lokalen Vereins- und Veranstaltungsheim statt. Der Prüfung stellten sich elf Kandidaten zum 1. Dan, zwei zum 2. Dan, zwei zum 3. Dan und einer zum 4. Dan. Die Prüfung begann mit einer gemeinsamen Begrüßung und Hinweisen auf das formale Prozedere. Danach begannen die Prüfungen hinter verschlossenen Türen. Paarweise oder auch allein wurden die Prüflinge in den Prüfungssaal gerufen. Vor den Türen wollte allerdings die Zeit nicht vergehen. Fürs psychologische und leibliche Wohl wurde deshalb ausreichend gesorgt. Das Schlimmste war die Warterei. Sebastian wurde als letzter Anwärter auf den 1. Dan hereingerufen. Die Mittagszeit war da bereits schon lange um, halb zwei zeigten die Zeiger. Nichtsdestotrotz konnte Sebastian die aufkommende Post-Mittagsmüdigkeit überwinden und präsentierte selbstsicher sein Programm mit dem Wahlteil Kata-Bunkai. Er beeindruckte die Prüfer mit aussergewöhnlichen Bunkai Techniken zu Jion und Kanku-Dai. Yvonne, seine Partnerin, bekam deren Effektivität und Effizienz haut- und besonders kopfnah zu spüren. Nachdem Sebastian mit der Prüfung fertig war, gingen die Prüfungen dann etwas schneller voran und nur eine Stunde später, durfte Yvonne ihre Prüfung zum 3. Dan ablegen. Sie zeigte ebenfalls Kata-Anwendungen zu Ihren Kata Chinte und Nijushiho. Als Retourkutsche bekam diesmal Sebastian die Härte der Techniken zu spüren. Gut, dass der Prüfungsraum eine Stelle mit Matten vorsah. Nach Yvonne war Mihaela an der Reihe. Sie zeigte unter Anderem Sochin und Gojushisho-Dai. Auch ihr Wahlteil umfasste Kata-Bunkai an Hand der beiden Kata. Ihre Bunkai-Techniken waren dem klassischen Shotokan entnommen, deren Auswirkungen Alex zu spüren bekam. Als Gelbgurt-Angreifer zeigte er dabei überdurchschnittlich gute Angriffe und landete zumeist auf der Matte. Nachdem Mihaela fertig war, dauerte es auch nicht mehr lange, bis die Prüfung offiziell beendet wurde. Wie zu Beginn der Veranstaltung - jetzt nur fünf Stunden später - versammelten sich alle im Prüfungraum in der Erwartung auf das Ergebnis und die Meinungen der Prüfer. Letztere waren einhellig, allerdings für die meisten Teilnehmer wenig erbauend. Drei Kandidaten sind leider durchgefallen. Erfreulich hingegen war das Abschneiden der Teilnehmer vom UKD: Die gezeigten Leistungen war durchweg gut bis sehr gut. Nach der Überreichung der Urkunden und dem traditionellen Anstossen mit einem chilenischen Mixgetränk, fand der Prüfungstag seinen Ausklang in der Pizzeria vor Ort. Bei Schwarzwaldpizza (Foresta Negra) und Colaweizen wurde dann über Karate, die Welt, die Prüfung und den ganzen Rest diskutiert und gewitzelt. Dank geht an dieser Stelle an Wolfgang Findor, der den feierlichen Rahmen der Veranstaltung organisiert hat und an alle Prüfer, die dazu beigetragen haben, dass wir an diesen Tag noch lange zurückdenken.
Sebastian Gunreben, sebastian [dot] gunreben [at] ukd [dash] stuttgart [dot] de, UKD-Redaktion |