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Lehrgangsbericht Urlaub und Karate auf Mallorca vom 27.-31.08.2007
Das Trainingsprogramm umfasste Trainingseinheiten am Morgen ab sieben für drei Stunden und ein Spätnachmittagprogramm mit weiteren vier Stunden. Dazwischen: Siesta!! Wo wollte man die auch anders verbringen als wechselseitig am Strand und im Wasser. Das breitgefächerte Programm umfasste neben speziellem Karatetraining (Kata/Kumite/Kihon) auch Einheiten für nicht-Karateka, wie z.B. Meditation, Ki- und Bioenergieübungen, Balintawak-Arnis und Methoden der Selbstverteidigung. Trainingsplan
Morgengruß am StrandFast täglich kurz nach sieben lud Walter zur Morgenmeditation am Strand ein. Nachdem die Kehrmaschine am Morgen aber jeden noch zu ruhigen Geist aus dem Gleichgewicht gebracht hätte, wurde die Meditation kurzerhand an den Hotel-Pool verlegt. Ok, also nochtmal … fast täglich kurz nach sieben lud Walter zur Morgenmeditation am Hotel-Pool ein. Sieben Uhr am Strand … sorry Hotel-Pool, gehts noch? Es geht! Wer einmal entspannt und gelöst in Meditation versunken den Sonnenaufgang am Meer erlebt hat, mit oder ohne Kanku Dai, steht immer wieder früh morgens auf, um diesem Spektakel beizuwohnen. Ki- und BioenergieWalter Bioenergiekurs beinhaltete Bewegungsübungen und spezielle Atemübungen zur Kontrolle des Energieflusses. Wir versuchten auf unseren Körper zu hören, in unseren Körper zu hören und die Energie fliessen zu lassen. In den Partnerübungen stand dann Massage im Vordergrund, die vor allem im letzten Drittel der Woche sehr gerne angenommen wurde. KumiteDer Crashkurs Kumite vermittelte grundlegende Schritt/Step, Angriffs- und Kontertechniken. Dies beinhaltete den klassischen Kizami/Gyaku Angriff, sowie Block, Ausweich- und Kontertechniken zu beiden Seiten mit der Faust und dem Fuss. Ausserdem Randori und Abhärtung (zumindest für die Männer). Der Crashkurs weckte bei vielen Teilnehmern Lust nach mehr Kumite im regulären Trainingsprogramm. Dies ist wohl nicht zuletzt Rainer zu verdanken, der im Lauf dieser Woche den Crashkurs kontinuierlich aufbaute und stets wusste, wie die Teilnehmer zu motivieren waren (um acht vor dem Frühstück!!). Teilnehmer des Kurses war vor allem die weibliche Unter- und Mittelstufe. Vereinzelt besuchte auch die Oberstufe diesen Kurs, um ihre Kenntnisse aufzufrischen. Kata Janez
Balintawak Arnis
Erneut konnte bei Nick die philippinischen Stockkampfkunst Balintawak-Arnis erlernt und trainiert werden. Viele der diesjährigen Lehrgangsteilnehmer waren „Wiederholungstäter“ und hatten bereits im Vorjahr auf Mallorca das Balintawak kennengelernt. Zu ihrer eigenen Verblüffung war es ihnen somit möglich, nahtlos an dem damals erlernten anzuknüpfen und sich auch in dieser Kampfkunst weiter zu entwickeln. Doch auch für Lehrgangsteilnehmer, die noch nie mit einem Stock trainiert hatten, war der Einstieg schnell gefunden, so dass bereits bei den letzten beiden Trainingseinheiten der Woche auf verhältnismäßig hohem Niveau trainiert und sogar fast schon richtig gekämpft werden konnte. SelbstverteidigungNick unterrichtet im UKD-Stuttgart auch Selbstverteidigung (jap. Goshin). Diesmal zeigte Nick auf, dass Selbstverteidigung und die Anwendung der Kata-Techniken im sog. Bunkai bei korrekter Ausführung ein und das selbe sind. Deutlich machte er dies, indem er sich auch auf Wunsch der Teilnehmer auf nur wenige Techniken beschränkte, die dafür in den jeweils aufeinander aufbauenden Trainingseinheiten intensiv geübt wurden. So wurden sämtliche Schlagabwehrformen der Technik „Shuto-Uke“ unterrichtet und jeweils der Bezug zu den Bewegungsmustern und -lehren aus den bekannten Kata hergeleitet. In den weiteren Trainingseinheiten wurden dann sinnvolle Folgetechniken zur Kontrolle des Gegners ergänzt. In der letzten Trainingseinheit des Lehrgangs ging Nick noch auf Verteidungstechniken gegen unterschiedliche Arten das Ergriffen werdens ein und zeigte auch hier die Verbindungen zu den Kata auf. Im Gohin-Training konnten die Teilnehmer auch die im Bio-Energie-Training von Walter geübten Bewegungen in der Anwendung erproben, da diese sich im Karate und insbesondere im Goshin sehr gut umsetzen lassen. Auch die Prüflinge nutzten das Goshin-Angebot wieder als Vorbereitung für die am Lehrgangsende stattfindeden Gürtelprüfungen. IndividualtrainingNeben den frontalen Trainingseinheiten gab es dieses Jahr als Besonderheit das Individualtraining. Hier steht nicht ein Trainer vor, dem nachgeturnt werden soll, sondern hier konnten sich die Teilnehmer in kleinen Gruppen mit dem Trainer ihrer Wahl verabreden und die Trainingsschwerpunkte individuell setzen. Gab es in den vorherigen Stunden z.B. noch Unklarheiten in einer Kata fand man in dieser Einheit die Zeit die entsprechende Passage zu erklären und einzuüben. Auch die Prüflinge nutzen die Zeiten sehr gerne um sich Verbesserungsvorschläge zum Kihon oder Tipps und Tricks für den Wahlteil zeigen zu lassen. Spontan fand sich auch eine kleine Gruppe die über den Tellerrand des Balintawak-Arnis hinausschauen wollte und so vermittelte Nick sehr gerne sein Wissen einer kleinen Stockanhängerschar. Das Individualtraining zeigte sich als eine gern angenommene Ergänzung zum sonstigen Frontaltraining. Prüfung
Abschluss
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