Master Cup 2006 in Friedrichshafen

Kata

Der Tag brachte viel Wartezeit mit sich. Als erste startete dann Marie im Kata Einzel und erreichte in ihrer Gruppe den zweiten Platz. Conny, Isabella und Christine schlugen sich wacker in ihrer Gruppe, hatten aber nicht allzu gute Chancen gegen die Teilnehmerinnen, von denen einige aus dem Kader waren. Als Team waren Christine, Marie und Conny etwas erfolgreicher und konnten einen dritten Platz einnehmen. Dennoch spielt bei dem K.O. System auch immer etwas Glück mit - und wir hatten gleich die „richtigen“ Gegner. Die Demo-Vorführung zu viert war gegenüber den weiteren Gruppen etwas schwach konzipiert. Aber wir haben auf alle Fälle viele Anreize bekommen.

Steffi und Cornelia hatte das Glück (oder Pech) in einer gemeinsamen Gruppe zu starten. Weiter waren sie die beiden einzigen, so dass in der Kategorie U30, bis 1. Kyu, ein UKD internes Duell ausgetragen wurde. Steffi durfte als erste ihre Kata zeigen. Als erste überhaupt an diesem Nachmittag. Sie hatte die ungeteilte Aufmerksamkeit aller anwesenden Teilnehmer, da keine Wettkampf auf den anderen Kampfflächen stattfand. Sie zeigte als erstes Jion, die auch Conny in ihrer ersten Runde lief. Steffis zweite Kata war Kanku Dai, während Conny mit der Gojushiho sho eine sehr hohe Kata darbot, die auf dem Turnier nur vom UKD gezeigt wurde. Da beide Teilnehmerinnen zusammen trainieren und zusammen im UKD Team Kata wettstreiten, war das Ergebnis denkbar knapp. Conny wurde auf den zweiten, Steffi auf den ersten Platz gesetzt.

In der Kategorie Ü30 waren es immerhin drei Teilnehmerinnen, die um die Plätze wettstritten. Allerdings waren auch hier zwei Drittel der Teilnehmer vom UKD. Isabella und Anke vertraten unser Dojo gegen eine weitere Teilnehmerin. Isabella begann mit der Darbietung der Jion, während Anke mit der Kata Jion ebenfalls die erste Runde bestritt. Im zweiten Durchgang, nachdem sich ein bisschen Routine eingestellt hat, trumpften Isabella mit Gojushiho Sho und Anke mit der der Bassai Dai weiter auf. Die Bewertung der Kampfrichter war eindeutig, Isabella eins und Anke drei. Durch saubere Techniken und einem makellosen Ablauf konnte Isabella die Kampfrichter überzeugen.

Der einzige männliche Katateilnehmer des UKD war Rainer in der Kategorie Ü50. Hier stritt er allein gegen einen alten Bekannten, Louis Blanc vom Judokan Frankfurt. Gezeigt wurden gesamt Jion, Gojushiho Sho, Sochin. Rainer, Trainer der UKD Kata Damen, konnte hier natürlich nicht dem Erflog seiner Schützlinge nachstehen und belegte ebenfalls den ersten Platz. In der ersten Runde zeigte er Gojushiho Sho in der zweiten Sochin während sein Gegner mit Jion begann und die Runde mit Sohin schloss. Die Kampfrichter werteten Rainers Beitrag etwas besser, so dass die Entscheidung sehr knapp ausfiel.

Kumite

Im Kumite wurden die UKD Teilnehmer, Steffi, Jiri, Thorsten, Uwe, Rainer und Sebastian in fünf Wettkampfklassen eingeteilt. Hier hatten Thorsten und Sebastian ebenfalls das Glück in einem Pool zu landen. Das Schicksal war aber gnädig und lies sie nicht gegeneinander antreten.

Im Pool der Kumite Damen von sechs Teilnehmerinnen war Steffi mit Abstand die jüngste Teilnehmerin. Die verbleibenden Teilnehmerinnen waren in ihrer Graduierung Steffi überlegen, nicht aber in ihrer Schnellig- und Spritzigkeit. Im ersten Kampf hatte ihre Gegnerin keine Chance, sehr überlegen gewann Steffi mit schönen Fusstechniken diese Begegnung. Knapper wurde es in Runde zwei, hier lag Steffi in Punkten lange Zeit gegen eine sehr stark kämpfende Gegnerin zurück, konnte aber im den letzten dreissig Sekunden noch die entscheidenden Punkte machen. Im Finale traf sie auf eine körperlich überlegene Gegnerin konnte sich aber letztendlich durch Kampfgeist und Schnelligkeit durchsetzen.

Im Pool der Herren durfte Jiri zuerst auf die Wettkampfmatte. In dem Pool U30, Ü75kg waren es N Starter. Runde eins entschied er durch beherztes Angreifen klar für sich. Er setzte seinen Kontrahenten kontinuierlich unter Druck, selbst bei einer Punkteführung von mehr als fünf Punkten lies er nicht von ihm ab. Der Kampf wurde klar zum Vorteil für Jiri entschieden, der nach Punkten gewann. Leider konnte er diese Taktik bei seinen beiden weiteren Gegner nicht mehr umsetzen. Sie waren im Wettkampf sehr erfahren. Beide Kämpfe gingen verloren, so dass Jiri auf dem 3. Platz landete.

Im Pool U40, ab 3. Kyu starteten Thorsten und Sebastian, wobei Thorsten gleich in seinem ersten Kampf auf den späteren Erstplatzierten traf. Thorsten konnte seine schnelle kurzen Techniken nicht platzieren und verlor 0:5 gegen einen sehr schnellen, viel Raum beanspruchenden Gegner.
Sebastian hatte in seinem ersten Kampf mehr Glück. Sein Gegner konnte durch seine kurze Stellung sehr wenig Raum in Anspruch nehmen und Sebastian konnte schnelle Zukis durch raumgreifende Schritte platzieren. So machte Sebastian einige Punkte, das verbleibende Drittel der Kampfzeit konnte dann sicher nach Hause gefahren werden. Überragender Sieg für Sebastian im ersten Kampf.
Thorstens zweiter Gegner machte ihm das Leben nicht leichter. Beide Kontrahenten schlugen sich bis zur letzten Sekunde gleich stark, so dass in die Verlängerung gegangen werden musste. In der gleichen Sekunde trafen je ein Zuki Jodan und ein Gyaku-Zuki Chudan ihr Ziel. Der Punkt ging an den Gegner, schade, das war knapp. Damit landete Thorsten auf dem vierten Platz.
Im zweiten Kampf stand Sebastian ein Schwarzgurt gegenüber, der auch gleich in den ersten Sekunden Nihon in Führung ging und sich schon leicht im Vorteil wähnte. Dann ergriff die Initative und attakierte seinen Gegner, zwei Zuki Treffer, Gleichstand. Den Ashi Barai des Schwarzgurtes konnte Sebastian nicht parieren und ging zu Boden. Sein Gegner konnte nicht nachsetzen und die Chance nicht nutzen. Glück für Sebastien. Dannach wurde nur noch in eine Richtung gepunktet, Sebastian steht im Finale.
Im Finale traf Sebastian auf Thorstens ersten Gegner. Die Überlegenheit in den letzten Kämpfen schwand und er musste sich einem technisch überragenden Gegner letztendlich geschlagen geben. Zweiter Platz für Sebastian.

In der Kategorie U40 ab 75kg waren neben Uwe vom UKD noch weitere vier Teilnehmer gelistet. Er traf auf körperlich überlegene und sehr erfahrene Gegner konnte aber gut dagegenhalten. Platz drei für Uwe.

Auch im Kumite Ü50 standen sich die Finalgegner vom letzten Jahr gegenüber: Louis punktet zu Anfang mit einem schnellen Tzuki, muss aber einen Mawashi shodan nehmen, 3:1, mit seinen schnellen Kontertechniken schafft er es, den Rückstand auf 3:3 aufzuholen. Ein überlaufenene Kombination bringt Rainer zum 4:3 und damit schafft er es, den Sieg diese jahr für sich zu verbuchen. Im zweiten Kampf konnte sich Rainer sehr gut auf den Gegner einstellen (Dank an Coach Willi aus Mössingen!) und mit 3 Sanbon-Wertungen für shodan Fusstechniken den Kampf klar für sich entscheiden. Am Ende hieß es Platz eins für Rainer, der mit dieser Platzierung die Erfolge des UKD komplettierte.

Kommentare, Beiträge und Anregungen bitte an presse [at] ukd [dash] stuttgart [dot] de.

Mehr Bilder beim Karate Dojo Radolfzell.

Erfolge

02.12.2006 - Master Cup in Friedrichshafen

Wettkampfbericht

Kata U30, 5.-1. Kyu

  • 1. Platz Steffi Jenzewski (UKD-Stuttgart)
  • 2. Platz Cornelia Schwarck (UKD-Stuttgart)

Kata Ü30, 5-1.Kyu

  • 1. Platz Isabella (UKD-Stuttgart)
  • 3. Platz Anke Klein (UKD-Stuttgart)

Kata Ü50

  • 1. Platz Rainer Mittenzwey (UKD-Stuttgart)

Kumite Ü20

  • 1. Platz Steffi Jenzewski (UKD-Stuttgart)

Kumite, U30, Ü75kg

  • 3. Platz Jiri Novotny (UKD-Stuttgart)

Kumite, U40, U75kg

  • 2. Platz Sebastian Gunreben (UKD-Stuttgart)
  • 4. Platz Thorsten Regowski (UKD-Stuttgart)

Kumite, U40, Ü75kg

  • 3. Platz Uwe Laupp (UKD-Stuttgart)

Kumite, Ü50

  • 1. Platz Rainer Mittenzwey (UKD-Stuttgart)

 
www/dojo/events/2006-12-02mastercup/ukd_home.txt · Zuletzt geändert: 2008/10/18 20:37 von sebastian
 
Recent changes RSS feed Creative Commons License Donate Powered by PHP Valid XHTML 1.0 Valid CSS Driven by DokuWiki