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Lehrgangsbericht Urlaub und Karate auf Mallorca vom 04.-08.09.2006Prolog
Vom 04.09.2006 bis 08.09.2006 fand zum zweiten Mal der Lehrgang „Karate und Urlaub auf Mallorca“ in Ca'n Picafort statt. Ca'n Picafort ist an der Nordküste gelegen und verfügt über einen sehr schönen Sandstrand mit klarem Wasser. Das Publikum setzt sich hauptsächlich aus englischen und deutschen (man spricht Deutsch!
Die Anreise war den Teilnehmern - 25 an der Zahl - selbst überlassen. Bis Sonntagabend hatte auch der letzte den Weg vom Flughafen zum Hotel gefunden (immerhin einmal quer durch die Insel Trainingsplan
InhalteMorgengruß am StrandTäglich um sieben Uhr lud Walter zur Morgenmeditation am Strand ein. Urlaub!?! Sieben Uhr!?! Wie kann das zusammengehen wird sich der eine oder andere fragen. Es geht! Wer einmal entspannt und gelöst in Meditation versunken den Sonnenaufgang am Meer erlebt hat, steht immer wieder sehr früh morgens auf, um diesem Spektakel beizuwohnen. Auf dem Programm standen Übungen zur Aktivierung des eigenen Ki, Meditation und Atemübungen. Ki- und BioenergieMit Walter unternahmen wir eine Zeitreise zu den alten japanischen Kampfkünsten und er aktivierte mit uns die Bioenergie Ki. Dies beinhaltete Bewegungsübungen und spezielle Atemübungen zur Kontrolle des Energieflusses. KumiteDer Crashkurs Kumite vermittelte grundlegende Angriffs- und Kontertechniken. Dies beinhaltete den klassischen Kizami/Gyaku Angriff, sowie Block, Ausweich- und Kontertechniken zu beiden Seiten. Der Crashkurs weckte bei vielen Teilnehmern Lust nach mehr Kumite im regulären Trainingsprogramm. Dies ist wohl nicht zuletzt Rainer zu verdanken, der im Lauf dieser Woche den Crashkurs kontinuierlich aufbaute und stets wusste, wie die Teilnehmer zu motivieren waren (um acht vor dem Frühstück!!). Teilnehmer des Kurses waren vor allem die Mittelstufe aber auch die Oberstufe besuchte diesen Kurs gerne, um ihre Kenntnisse aufzufrischen. Kata Spezial
In einem Teil der Kata Einheiten, führte Rainer die Kanku Dai für die Mittelstufe ein, während Jannez die Rohai lehrte. Balintawak ArnisGänzlich Neuland betraten wir mit Balintawak Arnis. In die philippinischen Stockkampftechnik wurden wir von Nick eingeführt, der selbst den 2. Lakan (entspricht 2. Dan) Balintawak-Arnis inne hat. Wir begannen mit grundlegenden Schlag- und Schnittechniken sowie elementaren Technikzirkeln unter Verwendung von „nur“ einem Rattanstock pro Person. Da wir auf diesem Gebiet alle relativ unerfahren waren, konnten diesem Kurs auch nicht-Karateka problemlos folgen. Eine Grundidee des Balintawak-Arnis ist das wiederholen von Techniken in Form von fortlaufenden Bewegungszirkeln. Hierdurch werden die im jeweiligen Zirkel geübten Bewegungen in kurzer Zeit sehr oft wiederholt, was einen sehr schnellen Lerneffekt zur Folge hat. Die einzelnen Zirkel werden dann miteinander kombiniert, wodurch ein kotrolliertes Sparring ermöglicht wird. Fortgeschrittene Schüler und Lehrer fügen dann noch weitere Techniken und Entwaffnungen hinzu und führen ihren Trainingspartner so an seine Leistungsgrenze heran. Durch diese Trainingsmethode machen die übenden sehr schnelle Fortschritte. Werden die Techniken mit einem Stock beherrscht, kommen Messerkampf und waffenlose Anwendungen hinzu. Später werden noch Doppelstock und die gemeinsame Verwendung von Stock und Messer unterrichtet. Hierzu war der Lehrgang natürlich leider viel zu kurz, so dass wir uns auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr freuen, um am bisher gelernten anzuknüpfen! SelbstverteidigungNick unterrichtet im UKD-Stuttgart auch Selbstverteidigung (jap. Goshin-Karate). Im Rahmen des Lehrgangs wurden Trainingsinhalte aus dem regulären Unterricht geübt. Da reale Angriffe sehr häufig in Form von Schlägen zum Kopf erfolgen, wurden schwerpunktmäßig Abwehren gegen gerade Faustschläge und Schwinger unterrichtet. Hierbei beinhaltete die Abwehr gleichzeitig auch den Konter, um sofort die Initative zu ergreifen und die Auseinandersetzung möglichst rasch beenden zu können. Die sich hieraus ergebende sinnvolle Aneinanderreihung fortlaufender Abwehr- und Konterbewegungen wurde ebenfalls gezeigt und geübt, um im Fall des Falles mehr als nur eine „Antwort“ parat zu haben. Einen zweiten Schwerpunkt legte Nick auf die Anwendungen der Kata. Insbesondere wurden Kombinationen aus der Tekki/Naihanchi und der Jion zur Verteidigung gegen Angriffe in der Nahdistanz geübt. Da im Laufe des Lehrgangs auch eine Gürtelprüfung anstand, bei der im stiloffenen Karate sowohl Selbstverteidigung als auch Kata-Bunkai gezigt wurde, konnten einige Teilnehmer diese Trainingseinheiten auch gut zur Prüfungsvorbereitung nutzen. PrüfungDer Lehrgang auf Mallorca war natürlich auch die Gelegenheit einen Lehrgangs- und Prüfungsstempel von der Insel einzuheimsen. Neun Prüflinge stellten sich am Freitag der Prüfung. Während der ganzen Woche wurden verteilt prüfungsvorbereitende Einheiten gegeben, die mit den Prüflingen die Teile Kihon, Kata und Bunkai/Kumite/SV nochmals durchgingen. Nach einer Woche mit 5-7h Training pro Tag, gaben die Prüflinge in ihrer Prüfung nochmals alles (Wet-Gi Contest). Und um die Spannung vorwegzunehmen, alle haben sie erfolgreich gemeistert. Drei Prüflinge bestanden die Prüfung zum 2. Kyu, vier zum 3. Kyu und zwei zum 5. Kyu. Gratulation! EpilogAm Freitag Nachmittag klang der Lehrgang mit einer finalen Trainingseinheit von Walter aus. Wir wiederholten Kihon Elemente und übten die Heian Shodan mit speziellem Fokus auf Bein und Hüftarbeit. Walter verlangte den Teilnehmern ein letztes Mal alles ab. Erlösend wirkte die Übergabe an Rainer, der den Lehrgang mit dankenden Worten an die Trainer und die Organisation beendete. Kurz darauf eilten 25 verschwitzte aber dennoch sehr fröhliche Karateka gen Meer und stürzten sich samt Anzug in die Wogen. Ein Gruppenphoto und Wasserspiele liesen den Lehrgang im sportlichen Sinn zur Belustigung der badenden Gäste ausklingen. Das offizielle Ende des Lehrgang bildete schliesslich der Besuch der lokalen Disco „Skau“, in der alle, die noch nicht genug hatten, bis in die frühen Morgenstunden tanzten und zur Musik rockten.
Bis zum nächsten Jahr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||